Aktuelles
Thementage Antifaschismus
In der Zeit vom 02. bis 09. November veranstalteten wir Jusos Kreis Unna die Thementage Antifaschismus und stellten das Thema Erinnerungskultur in den Mittelpunkt. Ausgewählt wurde der Zeitraum ganz bewusst: In die Zeit fällt der 09. November – der Tag der Reichspogromnacht 1938. In dieser Nacht wurden Synagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte geplündert und zerstört sowie Menschen misshandelt, ermordet und verhaftet.
Um das Bewusstsein für die verbrecherischen Taten zu stärken, organisierten wir die Thementage Antifaschismus. Diese führten uns zu unterschiedlichen historischen Standpunkten im Kreis Unna.
Den Aufschlag machte die Reinigung der Stolpersteine in Schwerte am 02. November. Der hiesige Juso-Stadtverbandsvorsitzende Burak Cakanoglu führte die Teilnehmenden, darunter u.a. der Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke, zu den Stolpersteinen und gab ihnen einen Einblick in die Schicksale der Menschen.
Am 05. November ging es nach Bergkamen. Unter fachkundiger Leitung durch den Stadtführer Udo Nüsken wurde die antifaschistische Stadtführung Bergkamen angeboten, die u.a. von Schülerinnen und Schülern des dortigen Gymnasiums mit entwickelt wurde. Nüsken gab den Teilnehmenden, darunter u.a. Mitglieder des Vorstandes der SPD Bergkamen, einen Einblick in das Bergkamen während der NS-Zeit. Kriegerdenkmäler, Kriegsgräber, historische Gebäude – die Geschichte konnte überall gesehen werden.
In Unna wurde am 08. November eine Stadttour mit Pfarrer i.R. Jürgen Düsberg angeboten. Dieser führte die Teilnehmenden, darunter u.a. Mitglieder des Vorstandes der SPD Unna, durch die Kreisstadt und gab an unterschiedlichen Stellen einen Einblick in das historische Unna und das damalige jüdische Leben.
Ihren Höhepunkt nahmen die Thementage am 09. November. An diesem Gedenktag für die Opfer der Reichspogromnacht legten wir Jusos am Westfriedhof in Unna einen Kranz nieder.
Unser Vorsitzende Alexander Höll und unser Antifaschismus-Beauftragte Jan-Niklas Blaschke ziehen ein positives Fazit: „Wir freuen uns, dass unsere Angebote von vielen Menschen unterschiedlichen Alters und auch unterschiedlicher Parteizuordnung angenommen wurden. Unser Ziel war es, dass Bewusstsein unserer Mitmenschen für die Taten der Nationalsozialisten zu stärken und ihnen begreifbar zu machen, dass auch unsere Heimat nicht von den Nazis unbeachtet blieb. Dieses Ziel haben wir erreicht.“